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Marokko 2008
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16.12.2008 |

Donnerstag streiften Hassan und ich nochmals durch all unsere Lieblingsorte: vom Obststand in der Medina, übers Café in der Oudaia, den Strand zurueck nach L'Océan. Abends gingen wir noch gemeinsam mit meiner Cousine, einer Freundin von den Filmfestspielen und Hamza weg, wo auch dieses allerletzte Bild aus Marokko entstand.
Auch der Freitag verging viel zu schnell: Mittags verabschiedete ich mich von meiner ältesten Tante, ging nochmals in den Souk, bedankte mich abends bei dem Mann, der mir mein Praktikum ermöglicht hatte, packte meine 1000 Sachen und verabschiedete mich von meinen Lieben.
Samstags ging es dann in aller Frühe zum Flughafen. Da ich wie immer Übergepäck hatte, wollte ich noch zu einer Zeit einchecken, in der das Personal noch nicht gestresst war. Und siehe da, ich kam ungeschoren davon. Inklusive 17 (!) kg Handgepäck. Zum Glück traf ich sogleich auf Anita, ein Mädchen, das auch nach München flog. Sie ist mit einem Marokkaner verheiratet, und wir waren sogleich in ein munteres Gespräch über unsere Erlebnisse in Marokko vertieft. Zu meinem Glück, da mir das Abschied nehmen dieses Jahr doch allzu schwer fiel, und ich bedrohlich nahe am Wasser gebaut hatte.
Dieses war mein letzter Streich, soll heissen mein letzter Blog aus Marokko. Ich bin wieder in deutschen Gefilden. Aber wie so oft, bleibt mir an dieser Stelle noch zu sagen: ich komme wieder!
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Marokko 2008
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16.12.2008 |
Der Leuchtturm an der Mole in Rabat
Nach dem grossen Gelage des Opferfestes nutzten Hassan und ich das schöne Wetter am Mittwoch aus und zogen los: Vom Viertel L'Océan ging es über die alte Medina in die Souks, und von dort aus über die Oudaia an die Mole. Dort zogen schwarze Wolken auf, doch schien die Sonne tapfer weiter. Dadurch enstand schon wie in dem Dorf Aguergour der Eindruck, der Himmel senke sich bedrohlich auf einen herab. Das Licht jedoch war phantastisch für Aufnahmen. Wo drumherum alles dunkel war, leuchtete die Kasbah der Oudaia im Sonnenlicht.
Zugleich wurde es langsam eng in meiner Brust. Wo ich anfangs noch Probleme hatte mich einzuleben, so konnte ich mich nur langsam wieder an den Gedanken gewöhnen wieder in meinen alten Alltag in Deutschland zurückzukehren. So verbrachten wir an diesem Tag noch schweigsamere Minuten als zuvor, und schauten hinaus auf die stürmische See.
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Opferfest ueber den Daechern Sala El Jadidas |
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Marokko 2008
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09.12.2008 |

Moubarak Awwachar!
Das Opferfest begann mit einem traditionellen gemeinsamen Fruestueck in der Wohnung meiner Tante Bahija. Zuvor hatten wir uns aufgrund des Festes auf die Wangen gekuesst. Danach begann meine Tante auf dem Balkon ein kleines Feuer fuer unser Fleisch zu entfachen. Wir selbst schlachteten keinen Hammel, sondern bereiteten nur etwas Fleisch zu, welches wir gekauft hatten. Spaeter brachte mich mein Cousin Mehdi auf das Dach, wo andere Familien dabei waren zu schlachten. Und nicht nur das. Wohin mein Auge blickte schlachteten Familien auf den Daechern Sala El Jadidas. Das Opferfest ist eins der wichtigsten Feste im Islam, und es herrscht eine besondere Stimmung. Heute nachmittag geht es zu meinen beiden Cousinen Nadja und Karima, deren beider Familien heute selbst geschlachtet haben. Dort gibt es dann Couscous mit Hammelfleisch. Traditionell warten die Marokkaner, bis der Koenig als Erstes das Ritual vollzogen hat. Bei meinem letzten Fest in Marokko war ich sehr klein, weswegen ich heute alles mit grosser Neugierde mitverfolgte. Ich hatte Ekel erwartet, doch aufgrund der Gebete und der Geschichte die dem Fest zugrunde liegt bin auch ich in feierlicher Stimmung. Auch freue ich mich, dass die ganze Familie versammelt ist, und verspuere gleichzeitig Wehmut bei dem Gedanken in nur wenigen Tagen Marokko zu verlassen. Doch mit etwas Glueck komme ich schon bald wieder.
Aid Moubarak Said!
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Besuch der Nekropole Shella |
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Marokko 2008
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08.12.2008 |

Rabat!
Ich bin wieder umgeben von zahlreichen Verwandten und verbringe meine Tage damit zahlreichen Einladungen nachzugehen. Zu meiner Freude ist neben einigen Freundinnen von den Filmfestspielen auch Hassan mir nach Rabat gefolgt, und wir verbringen unsere Zeit wieder einmal damit durch die Gegend zu streunern und schoene Orte zu besichtigen. So wie gestern Shella. Shella ist eine Nekropole, die auch nach vielen zahlreichen Besuchen ihren Reiz nicht verloren hat. Die Stille wird dort nur vom Klappern der zahlreichen Stoerche durchbrochen.
Morgen ist das grosse Opferfest. Jede Familie die es sich leisten kann hat sich einen Hammel gekauft. Diese treiben mich in den Wahnsinn, weil sie mich um den Schlaf bringen. Irgendwie habe ich dennoch ein schlechtes Gewissen bei dem Gedanken, dass ich schon morgen wieder durchschlafen kann... Boese!
Bleibt nur noch zu sagen: AID MOUBARAK SAID!
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03.12.2008 |
Hassan und Hichame
Gestern war es soweit, da hiess es Abschied von Marrakech nehmen. Hab mir nochmals tourilike mit Hichame und Hassan die Saadischen Grabstaetten angesehen. Dann sind wir ein letztes Mal durch die Souks geschlendert, haben am Jamaa Al Fna gegessen und sind ein letzes Mal abends fortgegangen. Hassan werde ich ein letztes Mal zum Opferfest in Rabat treffen, genauso wie viele liebgewonnene Kolleginnen von den Festspielen. Hichame und viele andere leider nicht mehr.
Jetzt heisst es trak salama, auch wenn es vorerst nur nach Rabat geht und ich mich riesig auf meine Familie freue!
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Allah ya moulana mogador 7dana - ich bin endlich in Essaouira! |
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01.12.2008 |
Die stuermische See
Endlich, endlich beginne ich ein wenig umherzureisen, Land und Leute zu sehen. Freitag nachmittag nahmen Hassan und ich den Bus und auf gings nach Essaouira. Dort angekommen mieteten wir fuer zwei Naechte ein kleines Appartement, lieferten nur schnell unsere Sachen ab und ab gings an den Strand. Da wurde mir erst bewusst, wie sehr mir das Meer gefehlt hatte. Noch eine kleine Hafenpromenade, etwas zu essen und schon war der Tag vorbei. Am naechsen Tag liessen wir uns einfach durch den Ort treiben. Es war windig wie immer, aber die Sonne schien. Dann ploetzlich verschwand auch diese hinter einer Wolkendecke, genau in dem Moment als wir im Hafen auf einer Anhoehe ueber der Mole standen. Als ich auf die rauhe See blickte tauchte ich in die Melancholie dieses Ortes ein, und das immerwaehrende Fernweh stieg in mir auf. Bevor ich jedoch davon mitgerissen wurde holte mich in langgezogener Pfiff in die Wirklichkeit zurueck. Hassan sah mich fragend an und machte wie immer ohne viele Worte zu verlieren mit seinen Haenden eine fragende Geste. Da war ich wieder und freute mich mit ihm in genau diesem Moment an eben diesem Ort zu sein. Lachend schlug er mir auf die Schultern und wir liessen uns vom Wind weitertreiben. Leider verging die Zeit an diesem Ort wie immer viel zu schnell, und ich sitze wieder an meinem Computer in Marrakech.
Hassan ruft an, und ich werde ein letztes Mal schweigend mit ihm in den Tiefen des Souks verschwinden. Ab morgen erfreue ich mich dann wieder am Geschnatter meiner saemtlichen Verwandschaft in Rabat.
Den Zauber Essaouiras aber werde ich so schnell nicht vergessen. Zum Glueck weiss ich: ich komme wieder!
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27.11.2008 |
Hassan und meine Wenigkeit
Habe heute Hassan nach Aguergour begleitet, wo er als Lehrer taetig ist. Aguergour ist ein winziges Berbedorf nur wenige Kilometer entfernt von Marrakech. Allein die Anreise ist recht abenteuerlich. Nachdem wir 50 Minuten lang mit dem Bus gefahren waren, kamen wir im untersten Dorf an. Nach einem Glas Tee nahmen wir dann ein Grand Taxi, was soviel bedeutet wie mindestens 7 Leute zusammengepfercht in einem alten Mercedes. In einem weiter oben gelegenem Dorf hielten wir schliesslich an und gingen den Rest zu Fuss. Oben angekommen wurden wir auch schon von der johlenden Meute begruesst. Nachdem Hassan mit seinem Unterricht angefangen hatte, lief ich durchs Dorf und war regelrecht berauscht von der Aussicht. Ich denke zwar, dass ich schon einmal mit meinem Vater zumindest an der Hauptstrasse gewesen war, und doch war heute alles anders. Noch nie bin ich ganz alleine durch die Gegend gewandert. Die Leute beobachteten mich verstohlen aus ihren Augenwinkeln, und auch wenn ich niemanden sah wusste ich mich beobachtet. Dennoch genoss ich die absolute Ruhe, die gaenzlich im Gegensatz zur laermenden Stadt stand. Ausserdem hatte ich so einmal die Gelegenheit in Ruhe zu fotografieren, ohne dass jemand ungeduldig auf mich wartete. Als ich nach 2 Stunden muede geworden war, setzte ich mich am Wegrand auf einen Felsen und sah in die Tiefe. Am Horizont der verschneite Atlas, links neben mir Steinwueste, und rechts neben mir das fruchtbare Dorf. Ich schien inmitten mehrerer verschiedener Orte gleichzeitig zu sitzen. Dazu kam es, dass schlechtes Wetter war. Es war kalt und stuermisch, und ueber mir sammelten die schwarzen Regenwolken. Es herrschte eine Art Enzeitstimmung. Als fuer 1h die Sonne rauskam wurde ich dann ploetzlich von einem Dutzend Paraglidern ueberrascht, welche ich sogleich mit der Kamera verfolgte.
Schliesslich war Hassans Unterricht vorbei, und wir bereiteten im Nebenraum der Schule unser Mittagessen zu. Auch Hassan ist Berber und kann mir dadurch viel ueber seine Kultur erzaehlen. Er ist sehr schweigsam, ruhig und nett, und bringt mir viel ueber die marokkanische Kultur bei. Ihn scheint nie etwas aus der Ruhe zu bringen. Spaeter stiegen wir beide noch gemeinsam zur Spitze, wo wir dann vom Regen ueberrascht wurden. Morgen fahren wir beiden nach Essaouira. Ich bin froh doch noch einen Reisepartner gefunden zu haben, der genauso interessiert an Land und Menschen ist. Mit Hassan kann man auch wunderbar schweigen, ohne sich unwohl zu fuehlen, vor allem bei atemberaubenden Anblicken wie der Landschaft heute.
Auf nach Essaouira!
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26.11.2008 |
De ganze FIFM Blosn
Kaum zu glauben, aber wahr: mein Praktikum bei den Internationalen Filmfestspielen in Marrakech 2008 ist auch schon wieder vorbei. Mit einem lachenden nd einem weinenden Auge verabschiede ich mich. Zum Glueck heisst es fuer mich "bis zum naechsten Jahr".
Die naechsten zwei Tage war erst einmal schlafen angesagt, denn Schlaf war wohl das Einzige, was bei dem Spektakel Mangelware war. Sonntag Abend wurden wir noch mit einer riesigen Abschiedsparty im "Dar Soukkar" verabschiedet, bei der uns der Moderator der Filmfestspiele Bertrand per Liveschaltung aus Paris Preise ueberreichte. Jeder Bereich wurde dabei mit einem Filmtitel benant. Das Protokoll bekam somit einen Preis fuer "La vie est un long fleuve tranquille", weil wir trotz aler Hektik doch meist erstaunlich ruhig blieben.
Die naechste zwei Tage verbrachte ich noch mit Hassan und einem englischen Filmdirektor, Paul Fieldman, der erst gestern abreiste.
Heute noch ein allerletztes Mal ins Bureau, dann fahre auch ich erst einmal in meinen wohlverdienten Urlaub. Ich werde das Wochenende in Essaouira verbingen.
Bleibt noch zu sagen: schoen wars!
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21.11.2008 |
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Whow, das waere also erst mal geschafft. Heute um 8.30 ist die britische Delegation abgereist. Diese bestand aus Adam Ladbury, Alexander Siddig, Andy Serkis, Antonia Bird, Benedict Cumberbatch, Brian Cox, Camilla Rutherford, Charles Dance, Christopher Lee, Don Boyd, Duncan Kenworthy, Franc Roddam, Gurinder Chadha, Harriet Walter, Hugh Hudson, John Hurt, John Woodward, Julian Wadham, Kerry Fox, Lorraine Ashbourne, Maryam D’Abo, Michael Stevenson, Nicholas Parsons, Nik Goldman, Olivia Poulet, Paul Rhys, Padraic Delaney, Richard Eyre, Robert Fox, Susan Lynch, Terry George, Tim Pigott Smith, Timothy Burrill und Tom Hollander mitsamt ihren Partnern. Arbeite ab heute wieder fuer das nationale Protokoll und somit fuer die marokkanischen Schauspieler. Gestern waren wir mit den Brits in einem Nobelrestaurant zum Lunch, danach Pressetermin und Nachts die grosse Soiree anlaesslich des russischen Films. Haben uns gut amuesiert. Meine Freundin war so dreist und hat einfach Alexander Siddig an der Hand zum offiziellen Pressefotografen gezerrt und sich mit ihm fotografieren lassen. dann sagte sie ihm er solle sie kuessen, was er auch gemacht hat. Er war unter den Brits nicht nur der bestaussehendste, sondern auch natuerlichste und netteste Schauspieler. Der beeindruckenste in seinem hohen Alter ist Christopher Lee. Mit weit ueber 80 ist er noch immer fast 1,90 gross und aufrecht und hat eine der beeindruckensten Stimmen der Welt. Ausserdem spricht er fliessend mehrere Sprachen.
Nun, heute Abend ist die vorletzte Soiree. Diesesmal von Dior. Mal sehen ob ich es dorthin schaffe. Bin zu muede.Bzzzzzzzz.
Morgen der letzte Marathon, dann ist der Spuk vorbei. Dann heisst es: schoen wars, bis naechste Jahr. Denn ich komme wieder!
Haben gerade Heather Graham und Michelle Yeon plaziert. Das war schon das Aufregendste vom ganzen Tag. Ich geh jetzt SCHLAFEN! Da kann auch DIOR mich nicht mehr aus der Falle locken...
Gestern auf dem Rueckweg zum Hotel noch Samir Al Massri, einen syrischen Schauspieler getroffen. Er ist darueber belustigt, dass die einzige Deutsche im Bureau ihn ohne Turban (welchen er in seinen Filmen traegt) erkannt hat. Seitdem reden wir regelmaessig. Er ist recht witzig. Danach noch schnell nen Happen auf dem Jamal EL Fna gegessen, und dann ab ins Bett. Morgen Nacht schliesslich la grande nuit blanche! Bonne nuit.
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18.11.2008 |
Ich bin tot. Der Flug der Britischen Delegation hatte mehr als 3h Verspaetung. Es war schon fast 1h morgens, als wir sie endlich in die Autos der Fondation verfrachtet hatten um sie ins Hotel zu bringen. Dort jedoch mussten noch ihre Papiere ausgefuellt werden. Ich war erstaunt wie alle, bis auf John Rhys, erstaunlich relaxed und nett blieben. Auch Gurinder Chadha blieb entspannt, und das obwohl sie mit ihren 16 Monate alten Zwillingen anreiste. Mein persoenlicher Held des Abends war jedoch eindeutig der Produzent Michael Stevenson, ein Kavalier alter Schule. Nachdem er sich dafuer entschuldigt hatte, dass wir wegen ihnen so spaet aufbleiben mussten, stellte er mir erst einmal seine Frau vor. Danach plauderten wir ueber Berlin. Muss langsam lernen, dass hier alle nur mit Wasser kochen. Habe noch grossen Respekt vor meinen Aufgaben undn nicht selten Angst etwas zu vermasseln. Nun, bis dahin scheint ja alles geklappt zu haben. Aber wachsam zu bleiben ist in diesem Business bestimmt nicht falsch...
Ja,ja wachsam bleiben. Gurinders Termin fuer Haare und Make-up mussten verlegt werden. Obwohl mir beide Termine von Dior und Dessanges bestaetigt wurden, tauchte der Hairstylist einfach nicht auf. Abgesagt hatte er natuerlich auch nicht. Erst Stunden spaeter bekam ich einen Anruf von Gurinder, sie wuerde jetzt in die Stadt gehen, da offensichtlich niemand mehr kommen wuerde. Mein Riesenglueck ist, dass sie unkompliziert ist. Trotzdem faellt die Geschichte bestimmt auf mich zurueck. Hoffentlich passieren keine weiteren Zwischenfaelle dieser Art. Habe ehrlich gesagt ganz schoen Muffensausen...
Zweites Malheur: habe fuer Christopher Lee ein Rendez-vous fuer Meke up ausgemacht. Heute jedoch, kurz davor, erfahre ich dass nicht Make-up, sondern Manikure gewuenscht war. Dior macht jedoch keine Manikure. Habe Blut und Wasser geschwitzt bis ich jemanden gefundebn habe. Kaum habe ich mich beruhigt gehts auch schon weiter. Sitzen im Moment alle adrett gekleidet im Bureau und erwarten die Ankunft des Prinzen Moulay Rachid inklusive Fernsehen und Presse. Muss dringend mal wohin und waere am liebsten woanders. Jetzt heisst es warten... Habe jedoch unser Bureau noch nie so aufgeraeumt gesehen. Die Geschwindigkeit in der sie Saeuberungsaktion stattfand war auch rekordverdaechtig. Geht doch!
MUFFENSAUSEN!
Haben gerade alle dem Prinzen die Hand geschuettelt. Dann habe ich das auch mal erlebt. Da war dann auch ich mal kleinlaut.
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16.11.2008 |
Wie immer nur 5 Stunden geschlafen und ab in die Arbeit. Heute war Jonglage zwischen marokkanischer und britischer Delegation angesagt. Nicht ganz so einfach alles unter einen Hut zu bringen. War heute nachmittag auf meiner ersten Pressekonferenz und durfte Sigourney Weaver aus der Naehe bestaunen. Sehr angenehm und politisch engagiert. Davor hatten wir ein Meeting fuer die britische Delegation im Zimmer der Cheforganisatorin. So also werden meine Bureaumoebel mal aussehen wenn ich ihren Posten uebernehme ;) Sehr stylisch.
Ab morgen abend werde ich bis Mittwoch Nacht nur noch fuer die britische Delegation arbeiten. Morgen darf ich um 22h mit Anissa die britischen Schauspieler, Produzenten und Regisseure abholen. Etwas aufgeregt bin ich ja schon. Heute habe ich zum ersten Mal abends frei. Kann ich gut gebrauchen, leide unter akkutem Schlafmangel und habe langsam Konzentrationsschwierigkeiten. Auch wenn ich diesen Job nicht dauerhaft machen moechte, ist dies jetzt schon eine der aufregendsten Erfahrungen in meinem Leben. Habe das Gefuehl, dass mir hier mehr Tueren offenstehen als in good old Germany. Mal sehen wies weitergeht. Es bleibt wie immer spannend.
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